Was hilft wirklich beim Abnehmen !!! Teil I

Es gibt unzählige Theorien zu dem Thema “Abnehmen” und viele davon sind unrealistisch und absoluter Quatsch.
Ein großes Magazin zum Thema gesunde Ernährung und damit auch zum gesunden Abnehmen hatte Gelegenheit, 5 ausgewiesene Experten zu befragen.
Erfahren sie hier, wie sie ihr Vorhaben, Gewicht zu verlieren, erfolgreich umsetzen.
Befragt wurden eine Ernährungsexpertin, ein Sportmediziner, ein Ernährungspsychologe, eine Diätexpertin und ein Fitness- & Life-Coach.
Um für sie als Leser, die Informationsflut zu reduzieren, gab jeder der 5 Experten 5 Tipps aus seinem Fachgebiet.
Ich als Blogbetreiber habe mir vorbehalten, diese Woche nur die ersten beiden Fachleute in der Sache Gewichtreduzierung zu Wort kommen zu lassen. Die Tipps der anderen 3 Experten werde ich in der nächsten Woche folgen lassen.

Die Ernährungsexpertin:

Nur mit Geduld erreichen sie ihr Idealgewicht.

1. Tipp

Jeder sollte sich im Klaren sein, nur mit Geduld erreicht er sein Idealgewicht. Heißt so viel, in wenigen Wochen zur Traumfigur? Das funktioniert nicht. Eine nachhaltige Gewichtsreduktion ist in erster Linie harte Arbeit, bei der wir alle einige Dinge beachten müssen.
Und das wäre in erster Linie eine langfristige Ernährungsumstellung. Hingegen bringen Radikalkuren vor allem eins, verloren geglaubte Kilos sind schneller wieder auf den Hüften, bevor sie es überhaupt richtig wahrnehmen.
Diäten, bei denen sie zu wenig essen, decken häufig nicht den Grundumsatz. Das ist die Menge an Kalorien und Energie, die unser Körper benötigt, um zu funktionieren (jeder in unterschiedlicher Höhe). Die Folge ist, unser Körper stellt sich auf die geringe Energiezufuhr ein und arbeitet auf Sparflamme. Wie sich jetzt jeder denken kann, passiert folgendes: Wenn sie wieder normal essen, setzt der Jo-Jo-Effekt ein und sie haben ganz schnell mehr Kilos auf den Rippen als vor der Diät. Und wer will das schon?
Also „Hungern ist absolutes Tabu“!
Ein weiterer Fehler ist, den übrigens viele begehen, die Ernährung wird radikal von jetzt auf gleich umgestellt. Gegessen wird nur noch Obst und Gemüse. Wer diesen Schritt geht, hält sein Vorhaben durch Ernährungsumstellung abzunehmen, nicht lange durch. Es ist für den Erfolg äußerst wichtig, Ernährungsgewohnheiten mit der Zeit zu verändern. Nur so stellt sich bei ihnen Routine ein, die keine große Überwindung kostet. Beispielsweis empfehle ich für die erste Woche zum Frühstück, einen Apfel oder eine Kiwi zu essen. So wird der Obstsnack in der darauffolgenden Woche fast zur Selbstverständlichkeit. Ebenso rät die Ernährungsexpertin, in der zweiten Woche zu jedem Mittagsmahl einen Salat zu essen. So gelangen sie schrittweise zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Diese Vorgehensweise ist viel besser als Radikaldiäten, die sie meist nicht durchhalten und dann abbrechen werden.
Planen sie langfristig und besprechen sie ihr Vorhaben mit der Familie.
Nehmen sie sich Zeit, wenn sie Gewicht verlieren möchten.

 

Die Nährstoffe sind entscheidend.

2. Tipp

richtige Nährstoffe

Der häufigste Fehler, welcher oft gemacht wird, ist die Lebensmittel nach ihrem Kaloriengehalt zu beurteilen.
Ab sofort ist Schluss damit.
Es ist ein großer Trugschluss, wenn Lebensmittel, die viele Kalorien enthalten, als ungesund eingestuft werden und Lebensmittel, die wenige Kalorien enthalten, als gesund eingestuft werden. Wichtig ist, den Fokus auf den Nährstoffgehalt der einzelnen Nahrungsmittel zu lenken, um danach seine Auswahl für die Mahlzeiten zu orientieren.
Ihnen sollte bewusst sein, dass eine Ofenkartoffel mehr Vitamine und Mineralien hat als eine Portion Pommes frites. Natürlich soll das nicht bedeuten, dass nährstoffärmere Speisen ab sofort tabu sind. Wenn sie aber abnehmen möchten, sollten sie dem Nährstoffgehalt der Lebensmittel besondere Aufmerksamkeit schenken.

 

 

Setzen sie auf frische Kost!

3.Tipp

Frische Speisen weisen Vitamine, Mineralstoffe sowie gesundes Eiweiß und Fettsäuren auf. Wer frisch kocht, weiß also, was er sich auf den Teller legt.
Das sollten sie sich zu nutzen machen, und anstelle von industriell verarbeiteten Fertigprodukten den Kochlöffel schwingen.
Prinzipiell gilt: Je weniger die Lebensmittel mit Zusatzstoffen wie Emulgatoren, Farbstoffen oder Stabilisatoren angereichert sind, desto gesünder und Figur freundlicher sind sie.

 

 

Ganz wichtig: auf den Zuckergehalt von Getränken achten.

4.Tipp

Die Lieblingsantwort vieler Hollywood-Stars ist, wenn es um ihre Top-Figur oder schöne Haut geht, literweise Wasser trinken.
Aber mal ehrlich, wer will schon die ganze Zeit ausschließlich Wasser trinken? Sie sicher bestimmt nicht. Natürlich verhält es sich anders, wenn sie Sport treiben oder schwer arbeiten und dadurch Durst bekommen. Dann sollten sie natürlich zur Wasserflasche greifen, um ihren Durst zu löschen.
Die Expertin sagt ganz klar, es ist absolut legitim, auch einmal eine Saftschorle oder eine zuckerfreie Limonade zu trinken. Wichtig ist, dass sie diese Getränke als Genussmittel betrachten und sie in Maßen genießen. Gleiches gilt auch für Light-Getränke. Hin und wieder ist gegen diesen Konsum nichts einzuwenden. Da es sich allerdings auch hier um künstliche Produkte handelt, sollten sie nicht zu viel davon konsumieren.

Vorsicht mit Light-Produkten

5. Tipp

Klar ist, wer abnehmen will, greift gern zu kalorienarmen Nahrungsmitteln.
Durch diesen Fakt verwundert es kaum, dass die Lebensmittelindustrie eine Vielzahl von Light-Produkten anbietet, die allesamt gut für die Figur sein sollen!
Man muss fährerweise dazusagen, dass es Menschen gibt, die davon profitieren, da sie mit den Light-Produkten gut umgehen können. Andere wiederum nehmen die kalorienärmere Kost zum Anlass, öfters zuzugreifen und mehr davon zu essen. Durch das „Mehr“ spart man nicht an Kalorien.
Ein weiteres Übel ist, viele Light-Produkte enthalten weniger Fett. Aber die Lebensmittelindustrie setzt diesen Produkten dafür mehr Zucker zu, um sie geschmacklich doch wieder attraktiver zu machen.
Die Expertin warnt vor diesen Lebensmitteln. Es ist unerlässlich, beim Kauf von Light-Produkten die Zutatenliste genauesten zu studieren. Sind zu viele Zusatzstoffe in den Produkten enthalten, rät sie uns, diese wieder ins Regal zurück zu legen.

 

Der Sportmediziner

Mit Bewegung nimmt man nachhaltig ab.

1.Tipp

Eine zentrale Rolle beim Abnehmen spielt die Bewegung. Es geht gar nicht so sehr um die Kalorienbilanz. Entscheidend für einen langfristigen Erfolg ist das Körpergefühl und der Aufbau der Muskeln. Diese Komponenten sind mit sehr entscheidend für einen langfristigen Erfolg.
Vom Grundsatz her müssen sie, um abzunehmen, nicht zwingend Sport treiben. Wenn sie einfach deutlich weniger essen als zuvor, verlieren sie auch Pfunde. Natürlich ist diese Strategie nicht ratsam. Denn wenn sie hungern, verlieren sie nicht nur Fett, sondern vor allem auch Muskelmasse.
Bei einer reinen Hungerkur sinkt nach und nach der Grundumsatz. Also die Menge an Kalorien, die unser Körper täglich verbrennt. Und das deshalb, weil unser Körper so funktioniert. Essen sie dann irgendwann etwas mehr, dann ist der Jo-Jo-Effekt schon vorprogrammiert. Um dies zu vermeiden, muss der Grundumsatz aufrechterhalten werden. Das schaffen sie, indem sie ihre Muskeln aufbauen und erhalten.
Nun aber steht die Frage im Raum, wieviel Sport sollte ich treiben, um abzunehmen?
Um das “wieviel Sport” geht es gar nicht, sondern es geht vielmehr darum, überhaupt etwas zu tun.
Der Sportmediziner vertritt die Meinung, dass Sport beim Abnehmen nicht im Vordergrund steht. Wer anfängt zu rechnen, wie lange er strampeln muss, um ein Sandwich zu verzehren, liegt damit falsch.
Grundsätzlich geht es darum, fit zu werden und ein gutes Körpergefühl zu entwickeln.
Fit zu sein, ein gutes Körpergefühl zu haben und eine ausgewogene Ernährung sind sozusagen kriegsentscheidend, um abzunehmen.
Um eine Diät durchzuhalten, brauchen sie einen Motivator und Erfolgserlebnisse. Durch Sport schaffen sie diese Voraussetzungen. Denn wenn sie sich bewegen und dabei nicht mehr so schnell außer Puste kommen, erleben sie Glücksgefühle. Diese wiederum motivieren sie, gesünder zu essen und auch gesünder zu leben.
Es ist egal, ob sie ins Fitnessstudio gehen, Walken, Joggen oder Yoga machen. Hauptsache sie bewegen sich. Um 10 Minuten am Morgen mit dem Thera-Band kräftigende Übungen zu absolvieren, haben sie bestimmt Zeit.
Fakt ist, so der Sportmediziner: Regelmäßige Bewegung steigert die Lebensqualität.

 

Setzen sie auf Intervalltraining.

2. Tipp

 

Nicht das zeitaufwendigste, sondern das abwechslungsreichste Training ist das effektivste Training. Ein längeres moderates Training bewirkt weniger als ein intensives Training. Aber beachten sie bei einem intensiven Training den Wechsel der Intensität. Beispielsweise fünf Minuten gehen und eine Minute joggen bringt deutlich mehr, als ausschließlich zu walken. Schon allein durch die minimale Intensitätssteigerung kommt es zu einem höheren Pulsschlag und zu einer Belastung, die deutlich effektiver ist. Dazu kommt noch, dass sie die Belastung, die ja nur temporär ist, besser durchhalten. Sollten sie untrainiert sein, profitieren sie davon besonders.
Die so oft vertretende Meinung, “die Fettverbrennung” setzt erst nach 30 Minuten ein, ist ein Mythos.

Ein Kilo im Monat ist realistisch.

3.Tipp

Viele, die den Entschluss gefasst haben, Sport zu treiben und abzunehmen, sind meist so motiviert von ihrem Vorhaben, dass sie sich völlig unrealistische Ziele setzen. Die Folge ist Frust, der quasi vorprogrammiert ist.
Oft werden sich Ziele gesteckt, wie dreimal pro Woche eine halbe Stunde zu joggen und zehn Kilo in drei Monaten abzunehmen. Mit ziemlicher Sicherheit werden sie diese Zielsetzung nicht durchhalten. Die Folge ist, dass sie ihr Vorhaben, Sport zu treiben und Gewicht zu verlieren, vorzeitig aufgeben werden.
Viel realistischer und nachhaltiger ist es, wenn sie einen Gewichtsverlust von einem Kilo pro Monat anpeilen und die Bewegung nach und nach in den Alltag integrieren.
Gerade Anfänger verfallen allzu schnell darin, zu oft und zu intensiv zu trainieren. Die Folge ist, das körpereigene Endzündungssystem wird gereizt und es treten echte körperliche Beschwerden auf.

Erst den Kopf trainieren – dann die Muskeln!

4.Tipp

Für Anfänger ist es manchmal schwer, das Fitnessprogramm dauerhaft durchzuhalten. Deshalb rät der Experte: Programmieren sie zuerst ihr Denken um. Das heißt beispielsweise, bewegen sie sich am Anfang jeden Tag fünf Minuten aktiv. Es ist kaum zu glauben, aber täglich fünf Minuten aktive Bewegung ist leichter durchzuhalten, als drei längere Einheiten aktiver Bewegung pro Woche. Außerdem hat die tägliche Bewegung Einfluss auf ihre Ernährung. Denn wenn sie morgens Walken, werden sie danach kaum ein Brötchen mit Nutella essen. Sie werden kritisch darauf achten, was sie zu sich nehmen. Schließlich wollen sie ja das Erreichte nicht gleich wieder kaputt machen.

Nehmen sie sich diese Ratschläge zu Herzen und handeln sie danach. Sie werden schnell merken, die Bewegung gehört selbstverständlich zum Alltag. Ist dieser Zustand erreicht, können sie problemlos auf drei dafür etwas längere Sporteinheiten pro Woche umsteigen, ohne dass ihnen dies schwerfällt.

Vor und nach dem Sport nichts essen!

5. Tipp

Die Frage vor oder nach dem Sport etwas essen, wird allzu oft gestellt.
Was ist nun richtig? Die Antwort des Experten “Sowohl als auch”. Sie müssen nur die Zeitabstände zwischen Essen und Sport beachten. Sein Rat, ab zwei Stunden vor dem Sport nichts mehr essen und auf zuckerhaltige Getränke verzichten. Ansonsten schnellt der Insulinspiegel nach oben und die Fettmobilisation aus dem Fettgewebe wird gehemmt. Das heißt, sie verbrennen weniger Fett und der Abnehmeffekt ist geringer. Aber auch sofort nach dem Sport zu einem Snack zu greifen, ist kontraproduktiv. Nach dem Sport sollten sie mindestens eine 45-minütige Essenspause einhalten. Denn das Schwitzen nach dem Sport, hat eine Art Nachbrenneffekt, bei dem die Muskulatur Zucker und Fett aus dem Blut verbrennt. Würden sie gleich nach dem Sport etwas essen, dann wird der Nachbrenneffekt blockiert. Das angestrebte Ziel, Gewicht zu verlieren, ist dann nicht mehr so gegeben.

Ich denke, für heute reicht das Expertenwissen erst einmal. Die weiteren 3 Meinungen und Tipps der anderen Experten werde ich ihnen in den nächsten Wochen präsentieren. Durchdenken sie alles in Ruhe und machen sie sich Notizen. Gut vorbereitet, können sie dann in das große Abenteuer “Abnehmen” bestens informiert einsteigen.